4th of June

  1. Auftritt beim Kirchentag in der Leonhardskirche Stuttgart

Ann-Kathrin Harter, Diakonie Württemberg

Weltweite Gerechtigkeit zu schaffen ist eine große Aufgabe mit vielen unterschiedlichen Facetten – das wird bei der Veranstaltung der Abteilung Migration und Internationale Diakonie des Diakonischen Werks Württemberg auf dem Kirchentag deutlich. Das Hope Theatre Nairobi setzte tänzerische und musikalische Impulse zu dem Thema. Mit viel Temperament und einzigartigem Ausdruck nahmen sie die Zuschauer mit. Als der Eriträer Amir von seiner Flucht erzählt, wird es ganz still in der Kirche. 13 Tage war er auf der Fahrt durch die Wüste mit 150 weiteren Flüchtlingen in einem LKW eingesperrt, mit 300 Menschen hat der junge Mann auf einem kleinen Boot das Mittelmeer überquert. Seit sechs Monate ist er in Deutschland und träumt noch jede Nacht von der Flucht. „Wie können Regierungen Menschen das antun, dass Mütter mit kleinen Kindern ihren einzigen Ausweg in der Flucht sehen“, sagt er leise. Die Gruppe war ein wundervolles Highlight der Veranstaltung.

  1. Auftritt beim Kirchentag in der Schleyerhalle: Hauptpodienreihe Gesellschaft verantwortet Wirtschaft

Stephan

Prominente Gäste diskutieren zum Thema: Wie viel Ethik verträgt die Gesellschaft: Kailash Satyarthi, Kinderrechtler, Friedensnobelpreisträger 2014, Neu Delhi/Indien / Dr. Bernhard Felmberg, Leiter Zivilgesellschaft, Kirchen und Wirtschaft, Bundesentwicklungsministerium, Berlin / Jens Martens, Global Policy Forum, Bonn / Dr. Uwe Mazura, Hauptgeschäftsführer Gesamtverband textil+mode, Berlin / Dr. Johannes Merck, Direktor Corporate Responsibility Otto-Gruppe, Hamburg / Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender Ev. Kirche in Deutschland (EKD), München / Renate Künast MdB, Vorsitzende Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz, Berlin / Dr. Miriam Saage-Maaß, stellv. Legal Director European Centre for Constitutional and Human Rights, Berlin. Moderation: Angela Krug, Engagement Global, Bonn / Tilman Santarius, Vorstandsmitglied Germanwatch, Gransee. Wir, das Hope Theatre Nairobi und das Refugee Hope Theatre haben viel geprobt und sind gut vorbereitet. Die Aufführung am Vormittag war überwältigen und bewegend. Wir werden es schon schaffen. Ich fahre von den Burgfestspielen Jagsthausen los und werde nicht zum Beginn der Veranstaltung da sein können. Aber ich bin im Herzen dabei und ich bin wahnsinnig nervös. Wir haben schon viel gemeistert, aber 4000 ZuschauerInnen und eine so exquisite Riege an Persönlichkeiten auf dem Podium, das ist eine neue Herausforderung. Als ich ankomme sitzen alle ganz entspannt in der Garderobe. Wie wars? keuche ich. Super (na klar) antworten alle. Der erste der 3 zehnminütigen Auftritte war geschafft: eine zeitgenössische Choreographie zu unserem Song: When I open my Eyes – Musik von Gerd Schuller, damit hatten wir 2013 bereits vor dem Finale beim Tennis-Grand-Prix die Halle gerockt. Der 2. Auftritt war sehr politisch – ein deutsch gesprochener Chor über das Flüchtling Sein – gesprochen von Jugendlichen aus dem Slum von Nairobi und Flüchtlingen aus Eritrea, unterstützt von den deutschen Mitwirkenden der Truppe Chiara, Eva, Lucia, Milli und Judith – das Publikum war beeindruckt. Danach Dandora, ein HipHop Tanz, Musik von Jonathan Strauch, die Texte von Kindern an der Müllhalde Nairobi. Auch das machte Eindruck. Der 3. Auftritt war zum Auslass – traditionell Songs und Tänze aus Kenia. Wir haben geschafft – es ist eine großartige Truppe!!!

 

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